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G r ü n d u n g   u n d   M i t g l i e d e r

Gegründet wurde MitOst 1996 von ehemaligen Lektoren der Robert Bosch Stiftung, die sich nach ihrer ein- bis zweijährigen Tätigkeit in Mittel- und Osteuropa weiterhin im sprachlichen und kulturellen Bereich engagieren wollten. Mittlerweile zählt der Verein 1700 Mitglieder aus 40 Ländern, zu denen neben ehemaligen und aktuellen Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung auch Lektoren des DAAD, Kulturmanager des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) und interkulturell Interessierte aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa gehören. Die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin. Dem Verein beitreten kann jeder, der zu zahlende Mitgliedsbeitrag variiert je nach Herkunftsland und finanzieller Situation des Mitglieds zwischen 10 und 70 Euro jährlich. 

V e r e i n s z i e l e:   A n n ä h e r u n g   v o n   O s t   u n d   W e s t
d u r c h   V e r n e t z u n g ,   P r o j e k t a r b e i t ,   D i a l o g

Zweck des Vereins ist das Engagement im Bereich Völkerverständigung.  

Bei MitOst vernetzen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Altersstufen. Sie alle begeistert der Gedanke, zur Annäherung von Ost und West beizutragen. Über eine interne Mailingliste, ein Forum und das MitOst-Emailnetz können die Mitglieder miteinander kommunizieren. Die Homepage, monatliche Infobriefe und das zurzeit einmal jährlich erscheinende Magazin informieren über laufende Projekte und Vereinsaktivitäten, an denen sich die Mitglieder beteiligen können.  

Ein „Netzwerk im Netzwerk“ bildet darüber hinaus die Alumniarbeit von MitOst. Ehemalige Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung finden hier einen Rahmen, in dem sie über die Zeit des Stipendiums hinaus miteinander in Kontakt bleiben und aktiv werden können. Der Alumni-Mitgliederanteil bei MitOst liegt derzeit bei etwa 43 Prozent. 

Höhepunkt des Vereinsjahres ist das Internationale MitOst-Festival, zu dem sich die Mitglieder jeweils an einem anderen Ort treffen, austauschen, zum Thema Projektmanagement fortbilden und neue Projekte planen.  

Jedes Mitglied kann über den Verein Gelder für Projekte im Bereich Sprach- und Kulturaustausch mit Mittel- und Osteuropa beantragen. Diese Projekte fördert MitOst zum einen aus eigenen Mitteln, zum anderen in Zusammenarbeit mit der Schering Stiftung und der Flick Stiftung. Die Förderung durch MitOst versteht sich aber nicht nur als eine finanzielle, sondern auch als fachliche: Der ehrenamtlich arbeitende MitOst-Projektbeirat und ein Mentoring-System helfen auch unerfahrenen Projektleitern, ihre Ideen umzusetzen.

S t i f t u n g s p r o g r a m m e

Neben der ehrenamtlichen Projektarbeit der Mitglieder führt MitOst im Auftrag der Robert Bosch Stiftung die Programme „Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa“, „Junge Wege in Europa“, „Initiative Mittel- und Osteuropa“ und das Theodor-Heuss-Kolleg durch. Im Auftrag der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" führt MitOst das Programm „Europeans for Peace“ durch. Diese Stiftungsprogramme beschäftigen sich in unterschiedlichen Ansätzen ebenfalls mit der Projektarbeit in Mittel- und Osteuropa.

V o r s t a n d   u n d   G r e m i e n

Der Vorstand des MitOst e.V. besteht aus sechs Personen, die einmal jährlich auf der Mitgliederversammlung im Rahmen des Festivals gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich. 

Der Projektbeirat besteht aus sechs von der Mitgliederversammlung jeweils für ein Jahr gewählten Personen, die über langjährige Projekterfahrung verfügen, und einem Mitglied des Vorstandes. Eine Wiederwahl ist möglich. 

Die Ländervertreter koordinieren regionale Treffen und Projekte. Sie werden auf der Mitgliederversammlung gewählt, eine Wiederwahl ist möglich.

Die Alumnivertreter koordinieren Vernetzungstreffen und Projekte der ehemaligen Stipendiaten. Sie werden auf der Mitgliederversammlung gewählt, eine Wiederwahl ist möglich. 

E h r e n a m t l i c h k e i t   a l s   P r i n z i p

Die Tätigkeit des Vereins ist gemeinnützig. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich für den Verein – in den von ihnen durchgeführten Projekten, im Vorstand und den weiteren Gremien. Außer der Übernahme der Reise- und Verpflegungskosten (bei mehrtägigen Sitzungen) werden keine Aufwandsentschädigungen gezahlt. Auch Honorare dürfen lediglich an Nicht-Mitglieder gezahlt werden (z.B. Referenten, Techniker), wenn deren Kompetenzen und Leistungen nicht von Mitgliedern ehrenamtlich erbracht werden können. 

A u s n a h m e n   v o m   P r i n z i p   d e r    E h r e n a m t l i c h k e i t

Geschäftsstelle: Nach Mitgliederbeschluss auf der Mitgliederversammlung 2001 wurde eine Geschäftsstelle für MitOst eingerichtet, in der angestellte Mitarbeiter die Verwaltung und die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins erledigen. Fortbildungen für Mitarbeiter der Geschäftsstelle und des Vereins werden ebenfalls entlohnt, auch wenn sie von Mitgliedern durchgeführt werden. 

Honorarverträge: Für den Verein notwendige Leistungen, die von den Mitgliedern nicht ehrenamtlich erbracht werden können, weil z.B. die Kompetenzen dafür im Verein nicht vorhanden sind oder weil der Aufwand einer Vollzeittätigkeit entspricht, werden vom Vorstand als Honorarverträge unter den Mitgliedern ausgeschrieben. 

Stiftungsprogramme: Von dem ehrenamtlichen Prinzip ausgenommen ist die Arbeit in den Stiftungsprogrammen des MitOst e.V. Hier gelten die Honorarregeln des jeweiligen Programms. Bei der Übernahme eines Stiftungsprogramms wird jedoch jeweils darauf geachtet, dass der Wert der Ehrenamtlichkeit auch in der Ausrichtung des Programms berücksichtigt ist. 

F i n a n z i e r u n g

Der MitOst e.V. ist eine von Parteien und staatlichen Stellen unabhängige internationale Nichtregierungsorganisation. Er finanziert seine Arbeit als gemeinnütziger Verein durch 

1) Beiträge seiner Mitglieder

2) Koordinierungspauschalen der von MitOst im Auftrag von privaten Stiftungen durchgeführten Programme

3) Erträge aus Dienstleistungen im Bereich des Sprach- und Kulturaustausches mit Mittel- und Osteuropa

4) Spenden und Erträge aus Eigenprojekten 

Von der Gründung 1997 bis zum Jahr 2005 wurde MitOst e.V. von der Robert Bosch Stiftung institutionell gefördert. Diese Förderung und die Zusammenarbeit mit den Förderprogrammen der Robert Bosch Stiftung ermöglichte den Aufbau des Vereins und die Gründung der Geschäftsstelle im Jahr 2003. Seit 2005 bestreitet der Verein die Arbeit seiner Gremien, die Projektarbeit, die Geschäftsstelle in Berlin, seine Öffentlichkeitsarbeit und das MitOst-Festival ausschließlich aus den oben genannten Eigenmitteln, bzw. durch Projektanträge an Stiftungen und öffentliche Mittelgeber.